8. März – jedes Jahr internationaler 

Frauen-Lesben-Mädchen Kampftag! 2009

Kampf um Frauenrechte

Aufgrund langjähriger Frauenstreiks in der Textilindustrie und sonstigen Frauenkämpfen wurde 1910 von dersozialistische Internationale der Frauen der 8. März als internationaler Frauenkampftag beschlossen.

Kampf ums Wahlrecht

Ab 1903 kämpften Frauen, allen voran die Suffragettenbewegung, gegen das Vorrecht der Männer wählen zu dürfen. Ihr Kampf hatte verschiedene Formen: Hungerstreiks, Störung von Männerveranstaltungen, Schaufenster einschlagen, Landsitze anzünden ...  

In den USA wurde 1920, im Schweiz-Kanton Appenzell 1990, das allgemeine Wahlrecht für Frauen gesetzlich verankert. 

1918 demonstrierten in Österreich 20.000 Frauen und Lesben für das Wahlrecht und für gleichen Lohn für gleiche Arbeit! Und doch ist es heute so: Wenn Wahlen was verändern würden, wären sie verboten!

Wir fordern: Selbstorganisierung und Gegenstrukturen aufbauen!

Gleichberechtigung – besteht nur auf dem Papier – und auch das ist nicht sicher! Am deutlichsten zeigt es die Arbeitswelt: 

Frauen verdienen bei gleicher Arbeit immer noch weniger als Männer. Frauen müssen sich mehr beweisen um alsgleich gut, aber niebesser, zu gelten.

Frauen arbeiten in psychisch und körperlich anstrengenden Sozialberufen und zusätzlich ist jede Frau auch noch unbezahlte Hausfrau.

Wir fordern: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – und noch dazu Löhne rauf!

An den Grenzen der Festung Europa werden Menschen gejagt und getötet. Ein Aufenthalt ohne Papiere bedeutet Haft ohne Verbrechen. Illegalisierte sind rechtlos und werden am Schwarzmarkt gehandelt und ausgebeutet. Gleichzeitig wird eine mediale, rassistische Hetze betrieben die weiteren Boden für die rigorose Abschiebungspolitik und rassistische Gewalt bietet. Vergewaltigungen und Verfolgung von Lesben wird in Österreich als Asylgrund nicht anerkannt.

Wir fordern: Rassismus tötet – Bleiberecht für alle!

Es gibt österreichweit mehr Studentinnen als Studenten, aber in der Arbeitswelt sieht es trotzdem anders aus. 

Blicken wir  z.B. auf der Technischen Universität Wien ein paar Etagen höher ist sichtbar, dass der Anteil der Professorinnen nur 5 % beträgt. 

Noch eine Etage höher im Rektorat der Universität für Bodenkultur wurde die erste Rektorin Österreichs erst im Jänner aus ihrem Amt gemobbt. 

Wir fordern: Bildung für alle! Sonst gibts Krawalle!

„Desperate Housewifes ermahnt uns, dass wir uns wieder der Hausarbeit widmen sollen.

Wir fordern: Hausarbeit geht alle an!

... und vor allem sollen Frauen auch noch schön, nett, freundlich, ausgleichend und ausgeglichen sein. 

Spürst du den Druck und die Blicke die auf dir lasten wenn du deine Beine nicht rasierst, deine Augenbrauen nicht zupfst, deine ersten Falten sichtbar werden? Entspricht deine Figur nicht gerade Modellmaßen? Fühlst du dich ungeschminkt nicht mehr wohl? Wann hast du das letzte Mal deine Haare schneiden/ nachfärben lassen? Sind deine Brüste zu klein oder zu groß?

Wir fordern: Pfeifen wir auf Schönheitsnormen und Körperzurichtungen!

Geld - für die nationale Sicherheit!

Das Bundesheer wird aufgerüstet, die Kriegsproduktion steigt, Waffen werden angeschafft, Truppen in ferne Länder geschickt – unter dem Deckmantel der Friedensicherung.

Der Polizeiapparat wird aufgerüstet, Gefängnisse gebaut, Strafen erhöht, Fußfessel getestet, Überwachung eingeführt ... und alles für unsere Sicherheit?

Wir fordern: Frauenrechte statt Eurofigter - bringen die Gesellschaft weiter!

Geld – zur Rettung der Banken!

Woher kommt das Geld? Von uns!

Mit steigenden Sozialabbau, Arbeitszeitverkürzungen und Entlassungen steigen die Lebenskosten wie Mieten, Lebensmittel, Gas, Strom, Heizung und die Konsequenzen tragen Frauen:

Wer schaut darauf, dass die Heizung nicht zu hoch gedreht wird?

Wer schaut nach günstigen Lebensmitteln, Bekleidung u.a.?

Wer erklärt Kindern warum was nicht gekauft wird?

Wer wird bei Krisen zuerst entlassen? ...

Wir fordern: Jedes Mädchen, jede Frau gegen den Sozialabbau, für organisierten Kaufhausklau & Enteignung der Reichen

Sexismus gegen Frauen und Homophobie sind immer noch Teil unserer Lebensrealität!

Die Formen sind vielfältig: schlechtere Bezahlung, Ausschluss von bestimmten Berufen, Vergewaltigung, sexuelle Belästigung, Werbung, Prügel, Einsperrungen, ... 

Wir fordern: Frauen hört ihr Frauen schreien, lasst die andere nicht allein, greift ein, sagt Nein! Haut dem Täter eine rein!

Kampf dem Sexismus im Alltag, bei der Arbeit und im Staat!

Der 8. März ist ein Ausdruck der Verbundenheit und Solidarität mit den Frauen und Lesben auf der ganzen Welt, die heute demonstrieren, feiern, streiken, sabotieren, tanzen

Wir fordern: Jeder Tag FrauenLesbenTag - denn gemeinsam sind wir stark!

Termine:

Mi, 4.März 15:00 Wo: i:da, feministischer Siebdruckworkshop, Motive (Graustufen) und Gewand selber mitbringen, Anmeldung: na_nona@wp.pl

2 Tage Frauenfest im Frauenzentrum 

Währinger Strasse 59/6 

Sa, 7. März

16:00 Megaphon-Workshop, Anmeldung bis 1.3.:  01-4085057

19:00

   Filme: ua. 8. März Demo 1988

   DJane Grazia, Kulinarisches,

   Ukb: 5 Euro ab 20:00

So, 8. März

14:00 Frauen-Demo

17:00 FZ-Bar Einlass

20:00 Zirkusvorführung von Tent à Bulles

22:00 Ramba Samba

23:00 DJanes LetHettL, Buffet

Ukb: 5 Euro ab 19:00